Breath: von der Vorlage zur Store-Einreichung in unter einer Woche
Breath ist meine neue App für geführtes Atemtraining: tiefe Atemzüge, Luft anhalten nach dem Ausatmen, Erholungsatem. Von der ersten Zeile App-Code bis zur Einreichung bei Apple und Google hat es fünf Tage gedauert. Hier steht, was die App kann und warum es so schnell ging.
Idee und Mitwirkung: Oliver Steinmetz
Was Breath macht
Breath geht auf eine Idee von Oliver Steinmetz zurück. Auch an der Entstehung der App hat Oliver Steinmetz mitgewirkt.
Breath führt Runde für Runde durch ein Atemtraining. Eine leuchtende Kugel atmet mit: türkis beim Einatmen, blau beim Ausatmen, violett beim Luftanhalten. Mitzählen muss niemand, die Kugel gibt den Takt vor.
- Haltezeiten, die steigen. 1:00, 1:30, 2:00 von Runde zu Runde. Nach jeder Session fragt Breath, wie sich das Luftanhalten angefühlt hat. Wer früher eingeatmet hat, bekommt eine kürzere Pause angeboten, sonst eine längere.
- Wochenziele. Sessions und Minuten Luftanhalten pro Woche, mit Serie und Rückblick auf die letzten Wochen.
- Ruhiger Klang. Ein leises Atemgeräusch deutet den Takt an, dazu läuft eins von zehn ruhigen Musikstücken, zufällig gewählt. Beides lässt sich abschalten.
- Ohne Konto, ohne Netz. Breath funktioniert offline. Sessions und Ziele bleiben auf dem Gerät.
Warum es so schnell ging
Breath hat nicht bei null angefangen. Seit September pflege ich ein Flutter-Grundgerüst für neue Apps, in dem schon alles steckt, was eine App außer ihrer eigentlichen Funktion braucht: Architektur, Design-System, Impressum, Datenschutz und Nutzungsbedingungen auf Deutsch und Englisch, Feedback-Formular, Store-Bewertung, Analytics hinter einer Einwilligung und eine CI, die für Android und iOS baut.
Am 21. Oktober wurde aus diesem Grundgerüst Breath. Einen Tag später lag der erste Build in TestFlight und im internen Test bei Google, am 26. Oktober ging Version 1.1.2 bei beiden Stores zur Prüfung.
KI macht mich dabei deutlich schneller. Ob etwas funktioniert, entscheiden aber die Tests, nicht die KI: Breath hat rund 98 % Zeilenabdeckung, unter 90 % schlägt die CI fehl. Dazu klicken UI-Tests über Appium durch die App.
Was die Stores verlangt haben
Vor einem Release kostet selten der Code die Zeit, sondern die Details drumherum. Bei Breath waren das:
- Keine fremden Marken. Der bekannteste Name für diese Atemmethode ist eine eingetragene Marke. Apple und Google lehnen fremde Marken in Store-Texten ab, deshalb steht er weder in der App noch in den Einträgen.
- Bewertung so erfragen, wie es die Stores wollen. Nach der dritten Session erscheint direkt der Bewertungsdialog des Systems, ohne eigene Vorfrage. So verlangen es Apples Richtlinie 5.6.1 und Googles Vorgaben für In-App-Bewertungen.
- Datenschutzangaben, die stimmen. Die Schalter für Analytics und Absturzberichte erscheinen nur, wenn Firebase wirklich eingebunden ist. Ohne Firebase stimmt „keine Daten erhoben“ in beiden Stores.
- Ein Layout für jede Bildschirmgröße. Breath ist komplett responsiv und läuft auf iPhone und iPad ebenso wie auf Android-Smartphones und -Tablets. Die Oberfläche passt sich der Bildschirmgröße an, statt nur hochskaliert zu werden.
Sicherheitshinweis: Nur im Sitzen oder Liegen üben, niemals im Wasser, beim Autofahren oder wo eine Ohnmacht gefährlich wäre. Bei Schwangerschaft, Epilepsie oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorher ärztlich abklären. Breath ist kein Medizinprodukt.
Wie es weitergeht
Breath ist jetzt im App Store und bei Google Play verfügbar. Die Datenschutzerklärung ist online.
Wer selbst eine App entwickeln lassen will: Dasselbe Grundgerüst ist der Ausgangspunkt für Kundenprojekte, die bekommen denselben Vorsprung.